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Löschkonzept für Microsoft 365. Fristen festlegen, im Tenant durchsetzen.

Ein Löschkonzept legt fest, welche Daten wie lange aufbewahrt und wann gelöscht werden, und wer dafür verantwortlich ist. Wir erarbeiten es mit Ihnen, stimmen es mit Datenschutz und Betriebsrat ab und setzen es in Microsoft 365 um, für Postfächer, Teams, SharePoint und OneDrive.

  • Löschklassennach DIN 66398 und ISO/IEC 27555
  • PurviewAufbewahren und Löschen im Tenant
  • Abgestimmtmit Datenschutz, Betriebsrat und Geschäftsführung

Was ein Löschkonzept regelt.

  • Datenarten

    Welche Daten es gibt, wo sie liegen und wofür sie gebraucht werden, etwa Rechnungen oder Teams-Chats.

  • Löschklassen

    Datenarten mit gleicher Frist und gleichem Startzeitpunkt bilden eine Löschklasse. So bleibt das Konzept überschaubar.

  • Verantwortung

    Wer Fristen festlegt und Löschungen auslöst. Ausnahmen, etwa bei einem laufenden Rechtsstreit, brauchen eine Freigabe.

  • Nachweis

    Was wann gelöscht wurde, ist belegt. Das Konzept selbst steht im Betriebshandbuch.

In Microsoft 365 umgesetzt. Mit den Aufbewahrungsregeln aus Microsoft Purview.

Aufbewahrungsrichtlinien gelten für ganze Orte wie Postfächer oder Teams, Aufbewahrungsbezeichnungen für einzelne Dokumente. Greifen mehrere Regeln, geht Aufbewahren vor Löschen.

  1. 01

    Postfächer

    Eine Richtlinie für Exchange hält E-Mails so lange wie vorgeschrieben und löscht sie danach.

  2. 02

    Teams

    Chats und Kanalnachrichten bekommen eigene Richtlinien, mit der Frist, die Sie mit dem Betriebsrat vereinbart haben.

  3. 03

    Ablagen und Dokumente

    SharePoint und OneDrive bekommen eine Grundregel. Verträge oder Rechnungen tragen eine Bezeichnung mit eigener Frist.

  4. 04

    Austritte

    Wenn jemand geht, ist geregelt, wer Postfach und OneDrive übernimmt und wann sie gelöscht werden. Ohne eigene Regel bleibt das OneDrive 30 Tage erhalten.

  5. 05

    Nachweis

    Das Audit-Log bewahrt Einträge standardmäßig 180 Tage auf. Wer länger belegen muss, was wann gelöscht wurde, braucht E5 oder ein Zusatzpaket.

So entsteht Ihr Löschkonzept.

  1. 01

    Bestandsaufnahme

    Datenarten

    Welche Daten wo liegen und was Ihr Microsoft 365 heute aufbewahrt oder löscht.

  2. 02

    Löschklassen festlegen

    Fristen

    Je Klasse legen Sie mit Fachbereichen und Datenschutz Frist, Startpunkt und Verantwortliche fest.

  3. 03

    Abstimmen

    Freigabe

    Datenschutzbeauftragter, Betriebsrat und Geschäftsführung stimmen zu, bevor im Tenant etwas gelöscht wird.

  4. 04

    Umsetzen und belegen

    im Tenant

    Wir richten die Richtlinien ein, testen und dokumentieren sie, schulen die Verantwortlichen und kontrollieren im Turnus.

Aus der Praxis.

Von Lotus Notes zu Microsoft 365, für rund 25.000 Nutzer in 15 Sprachen.

Fall ansehen
Branche
anonym
Größe
Konzern, rund 25.000 Nutzer
Dauer
rund ein Jahr
Schwerpunkt
Löschkonzept

Ausgangslage

Lotus Notes war über mehr als 20 Jahre gewachsen, mit ursprünglich über 100 eigenen Anwendungen. Die E-Mail war tief in geschäftskritische Systeme eingebunden. Die Nutzer arbeiten in 15 Sprachen, verteilt über viele Länder.

Vorgehen

Ein Löschkonzept mit Schwerpunkt Teams, abgestimmt mit Datenschutzbeauftragtem, Betriebsrat und Geschäftsführung.

Ergebnis

Die Nutzer haben Outlook, Teams und SharePoint gut angenommen, getragen von Kommunikation und Schulung. Für Teams gelten Regeln zur Nutzung und Löschung, abgestimmt mit Datenschutz und Betriebsrat. Die IT-Abteilungen stimmen sich regelmäßig ab.

Übergeben

Rollout-PlanSchulungskonzeptLöschkonzeptNutzungskonzept TeamsEntscheidungsvorlagen

Wann wir passen.

Passt, wenn

  • Datenschutzbeauftragter oder Prüfer nach dem Löschkonzept fragen und in Ihrem Microsoft 365 noch keine Aufbewahrungsregeln eingestellt sind.
  • Teams und SharePoint über Jahre gewachsen sind und niemand sagen kann, was gelöscht werden darf.
  • Ein Systemwechsel ansteht, etwa die Ablösung eines Altsystems, und alte Daten nicht ungeprüft mitwandern sollen.

Passt nicht, wenn

  • Sie eine Rechtsberatung zu einzelnen Fristen brauchen. Die Fristen legen Sie mit Datenschutz und Steuerberatung fest, wir setzen sie um.
  • Ihre Daten überwiegend in ERP, DMS oder Fachanwendungen liegen. Unser Schwerpunkt ist Microsoft 365.

Häufige Fragen.

Ihre Frage im Erstgespräch
Was ist ein Löschkonzept?

Ein Löschkonzept legt fest, welche Daten ein Unternehmen wie lange aufbewahrt, wann es sie löscht und wer dafür verantwortlich ist. Jede Datenart bekommt eine Löschregel aus Frist und Startzeitpunkt, etwa ab Erhebung, ab Ende eines Vorgangs oder ab Ende der Geschäftsbeziehung. Dazu kommt, wie die Löschung umgesetzt und belegt wird.

Ist ein Löschkonzept Pflicht?

Das Wort steht nicht in der DSGVO. Sie verlangt aber, personenbezogene Daten nur so lange zu speichern, wie der Zweck es erfordert (Art. 5 Abs. 1 lit. e), sie danach unverzüglich zu löschen (Art. 17) und die vorgesehenen Löschfristen nach Möglichkeit im Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten zu nennen (Art. 30). Die Einhaltung müssen Sie nachweisen können (Art. 5 Abs. 2). Die Datenschutzkonferenz sieht dafür ein Löschkonzept vor und nennt die DIN 66398 als Hilfe.

Was regelt die DIN 66398, und gilt sie noch?

Die DIN 66398 von 2016 ist eine Leitlinie zur Entwicklung eines Löschkonzepts: Datenarten, Löschregeln aus Frist und Startzeitpunkt, Löschklassen, Verantwortlichkeiten und Dokumentation. Im September 2025 wurde sie zurückgezogen und durch die DIN EN ISO/IEC 27555 ersetzt, die das Löschen personenbezogener Daten international beschreibt. Ein Konzept nach DIN 66398 lässt sich weiterführen.

Wie lange müssen E-Mails aufbewahrt werden?

Das hängt vom Inhalt ab. Handels- und Geschäftsbriefe, auch per E-Mail, sind sechs Jahre aufzubewahren, Buchungsbelege wie Rechnungen acht Jahre (§ 257 HGB, § 147 AO). Die Frist beginnt mit dem Ende des Kalenderjahres. Übrige E-Mails mit personenbezogenen Daten sind zu löschen, sobald ihr Zweck entfällt. Diese Einordnung ersetzt keine Rechtsberatung.

Was passiert mit Postfach und OneDrive, wenn jemand das Unternehmen verlässt?

Ohne eigene Regel erhält die Führungskraft Zugriff auf das OneDrive der gelöschten Person, nach 30 Tagen wird es gelöscht; die Frist lässt sich auf bis zu zehn Jahre verlängern. Postfachdaten bleiben 30 Tage erhalten. Greift eine Aufbewahrungsrichtlinie, wird das Postfach inaktiv und bleibt so lange erhalten, wie die Richtlinie es verlangt. Das Konto selbst lässt sich in Entra ID 30 Tage lang wiederherstellen.

Welche Microsoft-365-Lizenz braucht ein Löschkonzept?

Aufbewahrungsrichtlinien für Postfächer, SharePoint, OneDrive und Teams sind in Microsoft 365 Business Premium und E3 enthalten, ebenso Bezeichnungen, die Nutzer von Hand vergeben. Mit Business Premium müssen Fristen für Teams länger als 30 Tage sein. Automatisch vergebene Bezeichnungen, eine Prüfung vor dem Löschen und Datensätze mit Löschnachweis setzen E5 oder ein Purview-Zusatzpaket voraus.

Warum muss der Betriebsrat mitreden?

Aufbewahrte Chats, Postfächer und Protokolle zeigen, wer wann was getan hat. Bei technischen Einrichtungen, die dazu bestimmt sind, Verhalten oder Leistung der Beschäftigten zu überwachen, bestimmt der Betriebsrat mit (§ 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG). Fristen für solche Daten stimmen wir deshalb früh mit ihm ab.

Was darf bei Ihnen gelöscht werden?

Im Erstgespräch klären wir, welche Daten in Ihrem Microsoft 365 liegen und womit Sie anfangen.

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